Thema: Regenerative Energie

Unser Beitrag ist gefragt

In Aßlar ist ein Windpark in Planung. Angrenzend an den bereits vorhandenen Windpark in Hohenahr werden 5-6 große Windenergieanlagen aufgestellt

Wir haben bereits im Jahr 2011 ein grundsätzliches Bekenntnis der Stadt Aßlar zur Windkraft erwirkt. Weiter passiert ist damals: nichts. Speziell von Seiten der Verwaltung wurde das Projekt nicht angegangen.

Unser Antrag und Nachfrage

Erst der Auftritt der Firma Bögl Reitz im Jahr 2013 brachte das Projekt ins Rollen. Es handelt sich um ein Joint venture des Baukonzerns Max Bögl mit dem lokalen Natursteinverarbeiten Reitz GmbH. Dieser Investor bekam dann auch im Eilverfahren den Zuschlag für den Bau des Windparks.

In der Eile sind die Sorgen der Bürger leider auf der Strecke geblieben. Bei einem solch großen und emotional belasteten Projekt muss vor allem rechtzeitig informiert und die Chance zum Mitreden gegeben werden.

Mit der Bürgerinitiative (BI) „Gegenwind Adlerhorst“ haben wir uns intensiv auseinandergesetzt. Wir haben uns deren Forderung nach besserer Information und Einbeziehung der Bürger in Oberlemp und Bermoll zu Eigen gemacht. Das eigentliche Ziel der BI, die Verhinderung des Asslarer Windparks, können wir nicht teilen.

Wir hätten uns sehr eine Möglichkeit gewünscht, die Bürger über eine Genossenschaft am Windpaark zu beteiligen. Denn wir sind der Meinung, wenn auf Asslarer öffentlichem Grund Geld erwirtschaftet wird, sollten Asslarer Bürger dabei sein dürfen. Eine solche Lösung wurde z. B. in Hohenahr erfolgreich umgesetzt.

http://www.aufwind-eg.de/

In der Dill, auf Höhe der Fa. Bedea, soll ein Wasserkraftwerk gebaut werden. Wir hatten uns auf einer Informationsveranstaltung damit auseinandergesetzt und dagegen Position bezogen. Wer schon einmal im Sommer in der Dill gewatet ist, weiß, dass die Wassermenge übers Jahr betrachtet keine Wunder an Energieerzeugung erwarten lässt. Dafür greifen bereits die bestehenden Dämme erheblich in den Lebensraum der Fische ein. Es muss auf eine Reduzierung der Staustufen hingearbeitet werden, weitere Baumaßnahmen würden das erschweren und sind daher abzulehnen.

Die Wasserkraftnutzung wurde Ende 2012 -gegen unsere Stimmen- von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Der Investor ist bis jetzt jedoch nicht aktiv geworden. Wir hoffen, dass das so bleibt.